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„Asozial, dass du mich anspuckst“ – Ein Einsatz aus Sicht eines Polizisten
Polizeieinsatz
PLZ
45127
Polizei Essen
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Essen - Stadtkern:

Gestern Abend (14. Dezember) gegen 23 Uhr erhielten meine Kollegin und ich den Einsatz, in der Innenstadt nach einem Graffiti-Sprayer zu fahnden. Wir hatten eine Personenbeschreibung.

Nur wenige Minuten später trafen wir am Burgplatz auf einen jungen Mann, auf den die Beschreibung passte. Wir sprachen ihn an und er blieb stehen. Er trug einen blauen Müllsack – wie beschrieben.

Wir forderten ihn auf, uns den Müllsack zu geben und sich auszuweisen. Er reagierte nicht. Als ich ihm den Sack aus der Hand nahm und reinschaute, fand ich darin eine Sprühdose und es roch nach frischer Farbe. Ich bat ihn erneut, dass er sich bitte ausweisen solle. Er reagierte nicht.

Ich kündigte an, dass ich ihn nun durchsuchen werde, um Ausweispapiere bei ihm zu finden und so seine Identität für das Strafverfahren festzustellen. Er reagierte nicht. Dann spuckte der junge Mann mir unvermittelt mitten ins Gesicht und versuchte, zu flüchten. Ich packte ihn und hielt ihn fest. Dabei stürzten wir beide zu Boden. Mit Unterstützung meiner Kollegin und unter großer Anstrengung gelang es uns, den sich stark wehrenden jungen Mann zu fesseln. Er hörte jedoch mit seinem Widerstand nicht auf, so dass zwei weitere Kollegen hinzukommen mussten, um die Person zum Streifenwagen zu bringen.

Wir brachten den 23-jährigen Rumänen zur Wache. Er weigerte sich, auszusteigen. Mit Mühe und Not brachten wir ihn ins Gebäude. Auch hier verweigerte er jede Aussage, wurde aggressiv und spuckte mehrfach auf den Fußboden. Schließlich brachten wir ihn in Polizeigewahrsam.

Ich kann kaum in Worte fassen wir erniedrigend, demütigend und ekelhaft es ist, wenn jemand dir mitten ins Gesicht spuckt. Einfach nur asozial.

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